Unsere Honigbiene (Apis mellifera) gehört zur großen Gruppe der blütenbesuchenden Insekten. Die älteste bekannte, sozial lebende Biene stammt aus der späten Kreidezeit (ca. 90 Millionen Jahre) und wurde in Bernstein eingeschlossen gefunden.
Durch gewaltige klimatische und geologische Veränderungen auf unserer Erde kam es in Folge zur Bildung verschiedener geographischer Rassen der Honigbiene. Im Österreichischem Raum hat sich die sogenannte Kärntnerbiene oder (Apis mellifera carnica) durchgesetzt.
Die Honigbiene hat als Einzellebewesen keine Überlebenschance, sondern kann nur eingebettet im Sozialgefüge eines Bienenstaates ihr Überleben sichern.
Diese spezielle Lebensform verleiht ihr die überragende Bedeutung als Blütenbestäuber.
Während andere Blütenbesucher wie z.B. Hummeln als Einzellebewesen überwintern und erst im Laufe der fortschreitenden Vegetationszeit ein Volk bilden können, startet unsere Biene im Frühjahr bereits als Staat mit einem an die 10.000 Bienen zählendem Gemeinwesen – genannt Bienenvolk.
Kein anderes Tier hat die Flora auf unserem Planet so nachhaltig geprägt wie die Biene.

Vor diesem Hintergrund betrachtet wird klar, dass ein Bienenvolk welches am höchsten Entwicklungsstand aus 60.000 bis 80.000 Bienen besteht, einen hohen Bedarf an Honig und Blütenpollen zur Eigenversorgung hat. Nur den Überschuss – je nach Witterung mehr oder weniger - darf der Imker als Lohn für seine Pflegearbeit an den Bienen entnehmen.
Kein Widerspruch - sondern eine logische Weiterentwicklung
Honig, Blütenpollen, sowie alle Bienenprodukte sind doch der Inbegriff eines reinen und unverfälschten Naturproduktes schlechthin. Bienen unterscheiden doch beim Blütenbesuch nicht zwischen Blumen, die auf Wiesen von Bio – Landwirten blühen und solchen, die auf Flächen von konventionell wirtschaftenden Bauern wachsen?
Eine derart oberflächliche Betrachtungsweise wäre natürlich keineswegs geeignet, diesen scheinbaren Widerspruch aufzuklären.
Es ist die Betriebsweise und es sind die Betriebsmittel des Imkers, die den Unterschied ausmachen.
BIO – IMKER haben ihren gesamten Betrieb, alle Produktionsabläufe, sowie die von ihnen in Verkehr gebrachten Produkte, einer zertifizierten Bio – Kontrollstelle zur Einsicht offen zulegen.
Das Bienenwachs – von Bio – Imkern wird einer genauesten Analyse auf allfällige Medikamentenrückstände unterzogen.
Kunststoff darf nur in äußerst eingeschränktem Umfang (Königinnenzucht) verwendet werden.
Alle in das Bienenvolk eingebrachten Stoffe, (z. B. Winterfutter) sowie die, zur Weiterverarbeitung von Imkereiprodukten (siehe anschließende Aufstellung) erforderlichen Zutaten, müssen mittels Zertifikat nachgewiesen – biologischen Ursprungs sein.
Bio – Imkerei ist logischerweise kostenintensiver. Die angebotenen Imkereiprodukte haben dadurch bedingt, einen etwas höheren Preis.
Es ist erfreulich, dass sich auch bereits einige Neumarkter ImkerInnen, für diese Betriebsform entschieden haben.